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| Severus Snape und Dumbledore | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In der Tat ein komplexes Thema. Und bevor Sie weiterlesen, sollten Sie sich noch mal bewußt machen, daß Sie wirklich über den Kenntnisstand aller Bücher verfügen. Ansonsten werden hier Sachen preisgegeben, die sie noch nicht wissen wollen. Wie kann Dumbledore Snape nur vertrauen? Immer wieder wundert man sich darüber und steht damit nicht allein. Denn dem Rest des Phönixordens und Harry geht es ebenso. Viel weiß man über die Basis dieses Vertrauens nicht. Okay - und selbst das zu sagen, ist übertrieben! Eigentlich weiß man gar nichts. Und nach dem Ende des 6ten Buchs fragt man sich sowieso, wie Dumbledore sich nur so täuschen konnte. Doch hat er das wirklich? Kann sich ein Zauberer vom Format eines Dumbledores dermaßen täuschen? Meiner Meinung nach nicht. Ich denke, daß Dumbledore und Snape viel mehr verbindet, als wir uns vorstellen mögen. Und jetzt begeben wir uns in den Bereich wilder Spekulationen und Vermutungen. Nichts von meinen Vermutungen ist durch die Bücher irgendwie gedeckt. Es sind einzig und allein meine eigenen Gedanken, die ich mir über meinem dunklen Helden mache. Es wäre schade, wenn Frau Rowling diese mit dem 7ten Buch ad absurdum führt, doch Snape ist ihr Baby, und mit dem darf sie machen, was sie will. Von Snape wissen wir, daß er für eine gewisse Zeit ein Todesser war. Doch anscheinend hat er während dieser Zeit schon für Dumbledore gearbeitet. Seit wann genau, ist ungeklärt. Ebenso seit wann er Todesser war. Snape mußte ein junger Mann gewesen sein, als er Todesser wurde. Die Zeitlinien ergeben folgendes Bild bis zum Kenntnisstand Halbblutprinz: Geboren 09.01.1959 oder 1960; über das Jahr herrscht Uneinigkeit. Über seine Kindheit ist nichts bekannt, nur ein magerer Flashback, den Harry mitbekommt, als dieser mit Snape Okklumentik übt. Im Jahr 1970 beginnt die 11 Jahre andauernde Scheckensherrschaft des Voldemort. Die Prophezeiung wurde vermutlich im Winter 1979/1980 ausgesprochen. Severus Snape ist zu diesem Zeitpunkt um die 20. 30.07.1980 Neville Longbottom wird geboren. 31.07.1980 Harry Potter wird geboren. 31.10.1981: James und Lily Potter sterben, Voldemort scheint ebenfalls tot zu sein, keine Leiche. 01.11.1981: Harry wird in der Halloweennacht bei den Dursleys abgesetzt. Zum Wintersemester 1981 wird Snape offiziell in Hogwarts als Lehrer für Zaubertränke eingestellt; sein Wunschfach - so heißt es - sei die Verteidigung gegen die Dunklen Künste gewesen. Stein der Weisen September 1991; Harry ist 11 geworden, erstes Schuljahr: Voldemorts Rückkehr beginnt. Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Quirinus Quirrell Kammer des Schreckens September 1992; Harry ist 12 geworden, zweites Schuljahr: Voldemorts Horkrux in Form des Tagebuchs versucht Harry zu töten. Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Gilderoy Lockhart Der Gefangene von Askaban September 1993; Harry ist 13 geworden, drittes Schuljahr: Voldemort kommt nur am Rand darin vor. Beleuchtet wird in diesem Buch das Verhältnis Snapes zu den Marauder Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Remus Lupin Der Feuerkelch September 1994;Harry ist 14 geworden, viertes Schuljahr: Voldemort kehrt zurück. Die Todesser finden zusammen. Der anstehende Krieg beginnt sich abzuzeichnen. Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Alastor Mad-Eye" Moody (tatsächlich aber Barty Crouch jr.) Der Orden des Phönix September 1995; Harry ist 15 geworden, fünftes Schuljahr: Voldemort setzt alles daran, um in den Besitz der Prophezeiung zu kommen. Er benutzt Harry indem er dessen Bewußtsein manipuliert. Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Dolores Umbridge Der Halbblutprinz September 1996; Harry ist 16 geworden, sechstes Schuljahr: Voldemort sammelt seine Truppen. Allianzen werden auf beiden Seiten im Verborgenen geschmiedet. Es wird mehr angedeutet, als ausgesprochen. Und das, was gesagt wird, führt einen nur auf die falsche Fährte. Brillantes Buch! Lehrer für Verteidigung gegen die Dunklen Künste: Professor Severus Snape (yay!) In all dieser Zeit betont Dumbledore immer wieder, daß Snape sein volles Vertrauen genießt. Und Snape selbst beweist immer wieder, daß dieses Vertrauen gerechtfertigt ist. Bei allem, was im Buch Halbblutprinz geschieht, dürfen wir nicht vergessen, daß wir die Welt der Zauberer durch den Filter der Augen eines Harry Potters erleben. Was außerhalb seiner Wahrnehmung liegt, wissen wir nicht. Ich bin für mich zum Schluß gekommen, daß Dumbledore Severus Snape am Ende darum bittet, ihn zu töten. Dieses Severus bitte " ist kein Flehen um sein Leben, es ist nur die Erinnerung daran, ein gegebenes Versprechen einzuhalten. Wie ich zu so einer Vermutung komme? Ganz einfach: Dumbledore hat sicherlich schon oft in seinem Leben dem Tod ins Auge geblickt. Außerdem ist er stets ein höflicher und respektvoller Mensch gewesen, und diesen Respekt würde er sich selbst ebenso entgegen bringen wie jedem anderen. Er würde es nicht zulassen, sich selbst so zu erniedrigen und um sein Leben zu flehen. Das liegt völlig außerhalb seines Charakters. Dumbledore wußte, daß es seinem Vertrauten und vielleicht sogar Freund (?) Severus Snape unendlich schwer fallen würde, daß gegebene Wort einzulösen, welches mit seinem (Dumbledores) Tod enden würde. Den Haß, den wir auf Snapes Gesicht sehen, als dieser den Todesfluch ausspricht, ist real. Ich denke in diesem Moment haßte Snape Dumbledore wirklich. Denn dieser zwang ihn (Snape) dazu, ihn (Dumbledore) zu töten, und ebenso verabscheute Snape sich selbst dafür, daß er es tat. Snapes Nerven lagen blank. Das erklärt auch sein Ausrasten vor Hagrids brennender Hütte, als Harry ihn einen Feigling nennt. sein Gesicht war plötzlich wie im Wahn verzerrt, unmenschlich, als hätte er ebensolche Schmerzen wie der jaulende, heulende Hund, der in der brennenden Hütte hinter ihnen gefangen war." Und Snape verliert zum ersten Mal seit sechs Jahren die Nerven mit Harry. Er schlägt ihn. Da ist kein leiser Spott mehr, kein ätzender Sarkasmus, sondern nur noch reine Wut, die seine Selbstbeherrschung zur Seite fegt. Etwas, das ziemlich genau aufzeigt, wie nahe Snape das Geschehene geht. Denn so wie Dumbledore Höflichkeit schätzte - ja bis in den Tod hinein, schätzt Snape Selbstbeherrschung. Und genau das ist es, was ihn zu einem so guten Okklumentor macht. So gut, daß er das gefährliche Doppelspiel des Doppelspions spielen kann. Harry hat keine Ahnung, in welcher Gefahr sich Snape als Doppelspion begibt. Würde Voldemort auch nur den leisesten Zweifel an Snapes Loyalität haben, wäre sein Tod unvermeidlich - und schlimmer noch: Er wäre unaussprechlich in seiner Grausamkeit. Snape und Dumbledore wußten dies. Ihnen war die Gefährlichkeit dieses Doppelspiels zutiefst bewußt. Und darum durfte keiner außer Dumbledore und Snape etwas über die geheimen Pläne des Dumbledores wissen. - Ja, ich bin mir sicher, daß Severus Snape nicht nur das volle Vertrauen Dumbledores genoß, sondern daß er diesen auch als seinen Doppelspion voll eingeweiht hatte. Denn Snape würde sich niemals als Bauer benutzen lassen. Und ich denke, dies ist, warum Snape wiederum Dumbledore vertraute und was der Fehler Voldemorts Snape gegenüber ist. Denn der Dunkle Lord vertraut keinem. Er benutzt seine Anhänger wie Schachfiguren, die er bereitwillig opfert, um seine eigenen Ziele zu erreichen. Dumbledore spielt ebenso hoch. Doch er verlangt nichts, das er nicht bereit ist, selbst zu geben. Sogar wenn es ihn das Leben kostet. Und so bleibt es nun an Snape allein hängen, Dumbledores geheime Pläne Voldemort gegenüber wahr werden zu lassen. Was diese sind, kann uns nur JKR sagen - und ich freue mich darauf, es von ihr zu hören. Eins aber ist klar. Sollten all meine Mutmaßungen über Snapes Charakter und seine Motive zutreffen, dann hat er mit Dumbledores Tod das größte Opfer auf sich genommen. Denn ihm fällt nun eine Schlüsselrolle zu, und für ihn gibt es kein zurück mehr. Mit Dumbledores Tod hat er jede Rückendeckung verloren - und schlimmer noch, er wird nun als Dumbledores Mörder gesucht. Snape hat keine andere Wahl, als bei den Todessern zu bleiben. Er ist sich vermutlich der Tatsache bewußt, daß auch er sterben wird, wenn der Dunkle Lord fällt. Entweder durch die Todesser, weil sein Verrat bekannt wird, oder durch den Phönixorden, wenn diese ihn in die Finger kriegen. Es wird ihn niemand betrauern, keiner wird von seiner Treue und seinem Mut erfahren, die er in all den Jahren erbracht hat. In der Tat ist Severus Snape - trotz all seiner Fehler - in meiner Vorstellung ein tragischer Held (oder von mir aus auch: Ein heldenhafter Kotzbrocken ;-)). Ob sich dies am Ende der Harry Potter Geschichten auch so zeigen wird, müssen wir dem genialen Verstand von Frau Rowling überlassen. weiter: Snape und Harry Potter | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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