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Achtung: Inhalte aus Buch 7!
Severus Snape und Albus Dumbledore



Der Schulleiter Hogwarts und Gründer des Phönixordens im Bund mit einem abtrünnigen Todesser. Ein expolsives Gespann!

Der Lack ist ab. Der Heiligenschein über Dumbledores Haupt sitzt schief. Vorbei das Image des netten freundlichen Weihnachtsmannersatz - sofern jemals einer von uns daran geglaubt hat. ;-)

Dumbledore ist der Puppenspieler, er ist der Drahtzieher. Er allein hält alle Fäden in der Hand.

Mir gefiel Rita Kimmkorns konstantes und freches Sägen an Dumbledores Thron. Die Ungewissheit, in die sie die Leser des siebten Bands stürzt, als sie schreibt, daß Grindelwald und Hogwarts späterer Schulleiter Dumbledore Jugendfreunde waren.

Daß Dumbledores Vater wegen Verbrechen an Muggeln seine Tage in Askaban beschließen mußte und daß Dumbledores Mutter ihre "Squibtochter" aus Scham wegsperrte. Wie schockierend war es zu hören, daß Dumbledores eigener Bruder ihm die Nase gebrochen hatte, als sich die beiden Brüder beim Begräbnis der Schwester noch am Grab eine Schlägerei lieferten.

Ach, wie genüsslich und aufregend war es, sich in all dem Schlamm zu wälzen. Wie hinreißend boshaft.

Tante Muriel und Elphias Doge waren nur die Sahnehäubchen auf dem Rätsel um Dumbledores Vergangenheit. Sie verliehen der Geschichte die notwendigen Zweifel an der Glaubwürdigkeit. Schließlich war es Ritas Schreibe. War sie wahr oder übertrieben? Und wie hätte sie nicht übertrieben sein können? Es war Rita Kimmkorn, die hier schrieb!

Ja, es machte Spaß, den Mythos Dumbledore auseinandermontiert zu sehen. Daß die geschilderten Ereignisse am Ende nur eine Frage der richtigen Persektive waren, ahnte man vorher schon. Doch Spaß hat es trotzdem gemacht. :-)

Nichts ist, wie es scheint. So auch im Fall Dumbledore. Je jünger man ist, um so größer und dümmer sind die Fehler, die man macht. So jedenfalls erscheint es einem aus der Sicht des älteren und weiseren „Ichs".

Der junge Dumbledore war ein ambitionierter Zauberer. Weder mangelte es ihm an Ehrgeiz noch an Können. Woran es ihm mangelte war an Weitsicht und Menschenkenntnis. Und das ist kein Verbrechen für einen jungen Mann.

In gewisser Weise erging es Severus Snape genau so, als er noch jung war. Ich könnte mir vorstellen, daß Hogwarts Schulleiter auch aus diesem Grund heraus Vertrauen in Snape gefaßt hatte. Er erinnerte sich noch zu gut an seine eigene fehlgeleitete Motivation als er mit Grindelwald befreundet war, und wie einfach es doch war, das Falsche zu tun. Besonders wenn Liebe dabei im Spiel war.

Aus meiner Sicht hat Dumbledore Snape für seine eigenen Zwecke benutzt. Snape wiederum ließ sich benutzen. Hatte er möglicherweise die Notwendigkeit dieses Tuns eingesehen? Oder war er nur Dumbledores Bauer im Kampf gegen Voldemort?

Es fällt mir schwer dazu eine Lösung anzubieten. Ich möchte gern glauben, daß Dumbledore in Snape mehr als einen bloßen Bauer gesehen hat. Doch ich weiß es nicht. Vermutlich hängt die Sichtweise darauf von dem ab, in welchem Licht man Dumbledore und Snape sehen möchte. Ich überlasse es also Ihnen, lieber Leser, darauf eine eigene Antwort zu finden.


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