Marias Autopanne in Schottland
 
Berneray (c) mariasmultiverse.de
 

Autopanne in den schottischen Highlands


Na klasse, dachte ich.

Da stand ich also - mitten in der "Pampa von Schottland". Keine Ahnung, wo ich gerade war, noch was ich machen sollte. Ich hatte es gerade noch an eine Ausweichstelle geschafft, während jede Menge Autos in irrsinnigem Tempo an mir vorbeifuhren. Frustriert begann ich meinen Kofferraum auszuräumen, um an den Ersatzreifen heranzukommen. Nachdem ich das gemacht hatte, konnte ich wieder alles einräumen, da ich es - so sehr ich mich auch anstrengte - nicht geschafft hatte, die Festhaltevorrichtung des Ersatzrads zu lösen. Super, dachte ich - meine altes Problem: Keine Kraft in den Fingern!

Genervt, frustriert und meine Fähre am nächsten Tag schon ohne mich abfahren sehend, machte ich mich auf den Weg zurück, wo ich etwa 15 Fahrtminuten zuvor eine Gaststätte gesehen hatte.
Zu Fuß wäre das wenigstens ein einstündiger Marsch, dachte ich mißmutig.

Ich war nicht einmal 20 Meter vom Auto entfernt, als mir ein Fahrzeug entgegen kam. Ich wollte zur Seite gehen, was leider nicht klappte, da sich mein Schnürsenkel in den Haken des anderen Schuhs (Wanderschuhe!) verhedderte und ich bös auf den Asphalt knallte.
Nicht nur Autsch, sondern: Oh weh! Denn ich sah das Auto direkt auf mich zukommen. Viel dachte ich in dem Moment nicht, stellte nur fest, daß ich mich nicht mal zur Seite rollen konnte, da das Auto einfach zu schnell war.
Na jedenfalls konnte mir der Fahrer ausweichen und hielt dann auch hinter meinem Auto an. Eine Frau kam aufgeregt auf mich zugelaufen, und ich humpelte ihr schon entgegen und meinte, daß alles OK sei. Hose kaputt, Knie aufgeschlagen, aber ansonsten nichts großartiges passiert.

Die Frau fragte, was los sei und ich erzählte ihr, daß ich einen Platten hätte und zum Telefonieren zurücklaufen wollte. Sie schlug vor, einen Anruf von ihrem Handy aus zu machen und auf dem Weg zum Auto rief sie ihrem Mann zu, daß ich einen Platten hätte. - Kurzum: Der Mann war schließlich so nett, mir mein Ersatzrad aufzuziehen.

Noch einmal meinen herzlichen Dank an meinen unbekannten Retter in der Not.

Jedenfalls konnte ich dann bis Oban weiterfahren, wo ich mit Hilfe der freundlichen Leute der Touristinformation, die für mich mit meinem Wagenvermieter Alamo/National telefonierten, da ich mir so ein solches Gespräch nicht zutraute - bzw. es mir eigentlich schon zutraute, aber dachte, es sei einfacher, wenn mir die Frau von der Touristoffice das Ergebnis des Telefonats mitteilte - wegen der Werkstatt, dem aufschreiben und so weiter ....
Na jedenfalls wußte ich danach, wo ich am nächsten Tag mein Reifen gewechselt bekommen würde. Also auch an die Touristoffice in Oban ein herzliches Danke schön!

Also was tun bei einem Platten in Schottland?

Warten bis das nächste Auto vorbeikommt, sich davor werfen und sehen was passiert!

*Räusper*

Ähem, ein vielleicht nicht ganz so ernst zu nehmender Rat ;-)

 


Wenn nicht anderes angegeben Urheberrechte für Inhalte, Fotos und Grafiken:

www.mariasmultiverse.de

Template von: www.on-mouseover.de